Mitglieder des FC Chamerau krempeln die Ärmel hoch

Projekt Professionelle Bewässerung der beiden Fußballplätze / Die neue Beregnungsanlage erleichtert die Platzpflege erheblich / FC Chamerau steckt viel in die Instandhaltung seiner Sportstätten

Chamerau. Die Erneuerung der Beregnungsanlage des Hauptplatzes und des Kleinspielfeldes bedeutet für den FC Chamerau in zweifacher Weise einen Kraftakt: Zum einen kostet die Maßnahme rund 25 000 Euro, zum anderen war die tatkräftige Mitarbeit der Mitglieder notwendig. In dieser Woche standen jeweils bis zu zehn Vereinsmitglieder im Einsatz, und zwar bis ins Alter von 79 Jahren. Zu erwähnen ist auch die Mitarbeit einer Dame der Fußballabteilung.

Viel Handarbeit war notwendig: Rollrasen abtragen und verlegen und Humus aufbringen. Leitungen ausgraben, Stromkabel und Wasserleitungsrohre ziehen, der Schweiß floss, durch die Arbeit und der Temperaturen, die zur Mittagsstunde nahe an die 20-Grad-Marke kamen. Abhilfe schafften die vom Verein bereitgestellten Getränke, für die Mittagspause spendete der Verein eine kräftigende Brotzeit.

Die Beregnungsanlage ist seit 1986 in Betrieb und erforderte in den letzten Jahren schon vermehrten Reparaturaufwand. Zudem entsprach die Steuerungstechnik nicht mehr dem neuesten Stand. Nachdem der Fußballplatz auf der Insel in den letzten drei Jahren immer wieder mit Schläuchen bewässert werden musste, hat sich der FC Chamerau nun für die Installation einer modernen Beregnungsanlage entschieden. Obwohl die Ausgabe mit rund 25 000 Euro zu Buche schlägt, ist diese Lösung auf die Jahre gesehen ein Gewinn. Bisher musste man die Schläuche in aufwendiger Arbeit am Tag verlegen, um dann den Platz zu bewässern. Dies verursachte, vor allem bei Sonnenschein, einen erhöhten Wasserverbrauch durch Verdunstung. Ziel der Bewässerung der Sportflächen ist die Erhaltung der Bespielbarkeit. Bei Rasenflächen sollen Trockenschäden vermieden und eine ausreichende Narbengeneration gewährleistet werden. Die Beregnung soll mit hohen Wassermengen in großen Zeitabständen erfolgen, damit die Wurzeln nach unten ziehen und es zu keiner Wurzelverflachung kommt. Wegen der Verdunstung und der Windeinflüsse sollte eine Bewässerung stets nachts erfolgen. Bei Rasenflächen soll die Wassergabe pro Beregnungstag etwa 15 mm bis 20 mm betragen. Mit der automatischen Beregnungsanlage könne man den Rasen nun auch am Abend oder in der Nacht besprengen. Die Steuerung der Beregnungsanlage wird fast ausschließlich über ein elektronisches Steuergerät durchgeführt.

Nachdem die Zuschussanträge von der Gemeinde und vom BLSV genehmigt wurden, konnte mit den Arbeiten begonnen werden. Darüber hinaus kam auch von der Gemeinde große Unterstützung mit Geräten und Fahrzeugen. Der FC investiert in die Modernisierung etwa 15.000 bis 18.000 Euro und führt die Grabarbeiten in Eigenleistung aus. Um den Kostenrahmen möglichst einzuhalten, war den Verantwortlichen klar, dass dies nur mit einer enormen Eigenleistung zu bewerkstelligen ist. Das Bauunternehmen Schönberger aus Chamerau leistete mit zwei Minibaggern und anderen Kleingeräten wertvolle Hilfe. Die Firma Lang aus Grafenau war für die Verlegung der 500-Meter-Wasserrohre mit einem Durchmesser von 6,3 Zentimetern, der 1500-Meter-Stromkabel und der 14 Turbinen-Versenkregner sowie der dazugehörigen Technik unter Mithilfe der FC Mitglieder verantwortlich.

Dass die Fußballabteilung auch ein Flutlichtspiel austragen kann, entschloss man sich für einen zusätzlichen Flutlichtmast auf der Seite des Vereinsheimes, der zu einem späteren Zeitpunkt aufgestellt wird. Die dazu notwendige Stromversorgung wurde aber im Zusammenhang mit der jetzigen Baumaßnahme gleich mitverlegt. Die Arbeiten standen unter Leitung von 1. FC Hauptvorstand Lothar Greisinger und FC Fußballabteilungsleiterstellvertreter Manfred Ebner als versierte Fachkräfte.

 

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Eine immense Zeit- und Arbeitsersparnis wurde durch den Rasenschäler erreicht.

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Auch die Gemeinde unterstützte die Arbeiten durch Maschineneinsatz.

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Eine enorme Arbeitserleichterung war die Bereitstellung der zwei Minibagger durch die Baufirma Schönberger.

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Viel Kraft und Ausdauer der freiwilligen Helfer war beim Ausrollen der Wasserleitungsrohre erforderlich.

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FC Vorsitzender Lothar Greisinger, Bürgermeister Stefan Baumgartner, Vize Abteilungsleiter Manni Ebner und Platzwart Karl-Heinz Riederer (von links) bei einer Arbeitsbesprechung.

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Alois Klein, der älteste Helfer mit 79 Jahren hat sich schon mal ein „Päuschen“ verdient. 

 

FC Chamerau hat derzeit 780 Mitglieder

Christina Purschke ist neue Hauptjugendleiterin – Ehrung für Willi Roider

Chamerau. Eine erfreuliche Bilanz von sämtlichen Abteilungen konnte am Gründonnerstag der FC Chamerau bei seiner Jahreshauptversammlung beim „Bäckerwirt" aufweisen. 1. Vorsitzender Lothar Greisinger konnte zur Versammlung neben zahlreichen aktiven und passiven Mitgliedern auch die Ehrenmit­glieder Klaus Irrgang und Max Neumeier, Bürgermeister Stefan Baumgartner und den langjährigen Vorsitzenden Max Mühlbauer begrüßen.

Nach einer Gedenkminute für das verstorbene Ehrenmitglied Max Hintereder verlas Schriftführer Martin Schönberger das Protokoll der Mitgliederversammlung vom März 2015.

780 Mitglieder

Geschäftsführer Hans-C. Holzner vermittelte in seinem Vorstandsbericht einen Überblick über das Vereinsleben des abgelaufenen Jahres. Dem FC gehören derzeit 780 Mitglieder an - sie verteilen sich zu gut einem Drittel auf die Sparte Fußball und zu zwei Dritteln auf die Sparten Badminton, Damengymnastik, Eissport, Skisport und Tischtennis. Besonders positiv wertete er, dass 22 Prozent der Mitglieder Kinder und Jugendliche sind. „Vereinssport, das bedeutet eine breite Basis, aus der sich dann möglicherweise leistungsstarke Nachwuchssportler herauskristallisieren. Die Umsetzung dieses Ziels gelingt jedoch nur mit fachlich gut ausgebildeten Trainern und Übungsleitern, von denen der FC zurzeit 29 in seinen Reihen hat, bei denen die Kinder Spaß und Begeisterung für den Sport erleben. Ihnen gelte ein großes Dankeschön.“

Die Höhepunkte im Jahr

1. Vorsitzender Lothar Greisinger konnte in seinem Tätigkeitsbericht von acht Ausschusssitzungen berichten; bei der Maitagung wurde das Berghaus auf dem Hohenbogen besucht. Teilgenommen wurde an den BLSV-Veranstaltungen und der Ehrenamtskartenverleihung. Mit allen Abteilungen beteiligte man sich am ersten Sommernachtsball im Gemeindepark. Der Jahresausflug führte den FC diesmal nach Burghausen. Der Hauptverein mit seinen Abteilungen habe die örtlichen Vereine im Gemeindegebiet mit seiner Teilnahme an deren Veranstaltungen unterstützt. Bei 780 Mitgliedern, so Greisinger, seien auch einige Geburtstagsfeiern angefallen, die man gerne besuchte. Seinen besonderen Dank richtete der Vorsitzende an die Firma Kappenberger und Braun aus Cham, die bereits seit Jahrzehnten den FC Chamerau mit seinen Abteilungen zu den verschiedensten Anlässen unterstütze, so auch dieses Jahr bei der Beschaffung des Vereinsbusses. Nicht vergessen hatte Vorsitzender Greisinger die vielen Sponsoren des FC Chamerau, ohne die ein Spielbetrieb in dieser Größenordnung gar nicht mehr möglich wäre. Dank galt auch der Gemeinde für ihre immerwährende Unterstützung in den verschiedensten Bereichen. Für den größten Verein der Gemeinde drückte er die Hoffnung aus, dass die Entwicklung weitergehen möge und die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werde. Vorsitzender Lothar Greisinger be­dankte sich bei allen, die sich im Verein einbringen. „Ohne eure Ar­beit gäbe es kein Vereinsleben. Viele helfende Hände sind notwendig, um den mittlerweile sehr großen Wagen FC Chamerau bewegen zu können.“

Berichte der verschiedenen Abteilungsleiter

Es folgten ausführliche Berichte aller Abteilungen, die zeigten, wie sehr das sportliche Leben in der Gemeinde von Fußball, Tischtennis, Turnen, Eisstock, Skifahren und Badminton bereichert werden.

„Die Fußballabteilung lebt von der Nachwuchsarbeit im Jugendbereich“, so eröffnete 1. Abteilungsleiter Stefan Dendorfer seinen durchwegs positiven Bericht. Im Bereich der Jugendmannschaften befinde man sich mit vier Mannschaften mit anderen Vereinen jeweils in einer Spielgemeinschaft. Die E- und F Jugend sind noch selbstständig in Chamerau beheimatet. Weiter aktiv ist die AH-Mannschaft in einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Blaibach im Freundschaftsspielbetrieb. Die 2. Mannschaft spielt in der B-Klasse. Mit einem dritten Platz in der A- Klasse Ost hat die erste Mannschaft bei etwas Glück noch Hoffnung auf den Aufstieg.

Schriftführer Jakob Dreher von der Skiabteilung berichtete von einer kurzen Winterzeit mit Schnee, bei der als Höhepunkt der Skikurs mit 55 Kindern durchgeführt wurde. Die Abteilung, die auch auf dem gesellschaftlichen Sektor sehr aktiv ist, beteiligte sich wieder auf vielen Veranstaltungen der anderen Abteilungen des FC Chamerau.

Der im Herbst gewählte neue Abteilungsleiter der Eisstockabteilung Markus Baumgartner, der mit einer fast neuen Abteilungsleitung in die Zukunft geht, konnte ebenfalls von sportlichen und gesellschaftlichen Ereignissen berichten. Darunter zählt der erneute Gewinn der Landkreismeisterschaft im Stockschießen. Baumgartner erinnerte in seiner Vorschau an die Anfangs April stattfindende Gemeindemeisterschaft, sowie an die Vatertagsveranstaltung auf der Insel zu der er alle Abteilungen schon jetzt einlud.

Für die Tischtennisabteilung, die auf Landkreisebene mitgliedermäßig an erster Stelle stehe, berichtete Abteilungsleiter Stefan Kurnoth. Dessen Bericht, der geprägt war von vielen sportlichen, wie auch von gesellschaftlichen Höhepunkten des sportlichen Jahres, das Mitte April zu Ende geht, fand unter den FC Mitgliedern viele Bewunderer. Mit dem Dank an die Vorstandschaft des Hauptvereins, sowie an die Gemeinde für die immerwährende Unterstützung endete der umfangreiche Bericht der Tischtennisabteilung.

Für die Badmintonabteilung, die in einer Spielgemeinschaft mit Roding im Verbandspielbetrieb sehr aktiv ist, berichtete Abteilungsleiter Dietmar Wanninger. Er konnte von sportlichen wie auch von gesellschaftlichen Ereignissen der kleinen Abteilung berichten.

Die jeweiligen Sprecher berichteten durchwegs von positiven sportlichen und wirtschaftlichen Aktivitäten in den Abteilungen, wofür ihnen Dank und Anerkennung der Vorstandschaft und der Mitglieder durch Beifall gezollt wurde.

Grußwort des Bürgermeisters und Kassenbericht

Bürgermeister Stefan Baumgartner zollte dem FC und seinen Abteilun­gen bei seinen Grußworten allerhöchsten Respekt. Er sprach allen seinen Dank aus, be­sonders jenen, die an vorderster Front stehen. „Die Turnhalle ist mit Leben erfüllt, deshalb wird sie auch von der Gemeinde gesponsert", so Baumgartner. „Ich hoffe, dass der Elan bleibt“. Dank sagte Bürgermeister Baumgartner dem Verein für sein Wir­ken. „Ihr seid ein Aushängeschild in der Vereinslandschaft".

Die finanzielle Situation des seit 1927 bestehenden Vereins erläuterte Schatzmeister Michael Wutz jun. Die wirtschaftliche Lage des Vereins kann schon noch als solide bezeichnet werden. Bei den laufenden Ausgaben und Einnahmen schreibe der Verein ein leichtes Plus. Der Verein habe wieder verantwortungsvoll gewirtschaftet so der Schatzmeister. Laut Kassenprüfer Hans Fersch und Fritz Völkl wurden an der Kasse keine Mängel festgestellt. Hans Fersch bescheinigte eine saubere und korrekte Kassenführung und erbat die Entlastung des Schatzmeisters, die auch einstimmig erfolgte.

Geschäftsführer Hans-C. Holzner informierte die Mitglieder über interne Änderungen im Bereich der Ehrenamts- sowie der Übungsleiterpauschale.

Mitglieder für Treue gedankt

Ein wichtiger Punkt in jeder Jahreshauptversammlung sind das Danke sagen und die Ehrung von Mitgliedern, die dem Verein schon seit mehreren Jahrzehnten die Treue halten, so auch beim FC Chamerau am Donnerstag. Vorsitzender Lothar Greisinger hatte die Ehre, 23 Mitgliedern Ehrenzeichen für langjährige Mitgliedschaft überreichen zu können. Dabei wusste er über jeden ein paar persönliche Worte zu sagen. Eine große Zahl konnte die Auszeichnung persönlich entgegennehmen. 25 Jahre gehören Stefan Stocker, Egon Schuster, Ingrid Fersch und Andreas Schmatz dem FC an. Bereits seit 40 Jahren zählen Manfred Purschke, Christian Glonner, Josef Sporrer, Walter Sponfeldner, Wolfgang Mühlbauer, Franz Breu, Siegfried Kreutner, Josef Stocker, Mario Irrgang, Markus Baumgartner, Bernhard Glonner, Franz Heigl und Gabriele Glonner zu den Mitgliedern des Vereins. 55 Jahre gehören Carl Kreutner, Josef Holzer, Klaus Irrgang und Willi Brey dazu und bei Karl Josef Kreutner und Max Dendorfer sen. sind es schon sage und schreibe 60 Jahre.

Für 5-jährige Tätigkeit in den jeweiligen Abteilungen wurde die Verdienstnadel in Bronze mit Urkunde des Bayerischen Landessportverbandes an Maria Sponfeldner und Michael Janker überreicht. Für 10 Jahre Mitarbeit im BLSV wurde die Verdienstnadel in Bronze mit Kranz und Urkunde an Andreas Weingärtner, Sebastian Stocker, Dietmar Wanninger und Johann Eiber überreicht.

Eine besondere nicht alltägliche Ehrung stand mit der Verleihung der “Ehrenmedaille" für besondere Dienste um den FC Chamerau noch an. Geehrt wurde für 15 Jahre Funktionärstätigkeit Willi Roider. Roider war von 1989 bis 1993 zweiter Abteilungsleiter der Eisstockabteilung. Von 1993 bis 2003 und von 2009 bis 2015 übernahm er in der Eisstockabteilung den Posten des ersten Abteilungsleiters. Lothar Greisinger überreichte unter dem verdienten Beifall der anwesenden FC Mitgliedern die Auszeichnung.

Reibungslose Wahl

Nach der Entlastung des alten Vorstandes wurde mit Stefan Baumgartner, Klaus Irrgang und Johann Fersch ein Wahlausschuss gebildet, der die Neuwahlen leitete.

Die Wahl verlief reibungslos, da sich, bis auf den Hauptjugendleiter alle Funktionäre für eine weitere Periode zur Verfügung stellten und ohne Gegenstimme bestätigt wurden. Vorsitzender bleibt Lothar Greisinger, sein Stellvertreter ist Christian Glonner, Geschäftsführer ist Hans-Christoph Holzner, Schatzmeister Michael Wutz jun., Schriftführer Martin Schönberger, Chronist und Vereinsehrenamtsbeauftragter Karl-Heinz Riederer, Jugendleiterin Christina Purschke, Seniorenbeauftragter Andreas Weingärtner, Kassenprüfer sind Hans Fersch, Fritz Völkl und Bernhard Pfeiffer.

In seiner Vorschau auf das kommende Vereinsjahr wünschte Lothar Greisinger den Sportlern und Mannschaften in den Abteilungen viel Erfolg bei der Ausübung ihrer jeweiligen Sportart. Den vielen ehrenamtlichen Helfern und allen Mitgliedern wünschte er weiterhin viel Erfolg und viel Spaß im Verein. Für die im April beginnenden Arbeiten zur Sportplatzbewässerung hoffe er auf viele freiwillige Helfer. Angestrebt wird für 2017 der erneute Erwerb der Goldenen Raute. 2017 steht auch das Vereinsjubiläum „90 Jahre FC Chamerau“ mit einem Ehrenakt an.  Für den Vereinsausflug am Samstag, 27. August nach Landshut werden noch Meldungen entgegengenommen. Anmeldung bei Lothar Greisinger 09944/2778 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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Die für langjährige Mitgliedschaft geehrten Vereinsmitglieder des FC Chamerau.

 

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Die neu gewählte Vorstandschaft des FC Chamerau. Fotos: Schropp

 

Zeitreise ins Mittelalter

Vereinsausflug des FC Chamerau nach Burghausen und zum Kloster Raitenhaslach

Chamerau. Am frühen Samstagmorgen brachen die Mitglieder des FC Chamerau zu ihrem Jahresausflug nach Burghausen auf. Der Wettergott meinte es gut mit den Ausflüglern, er bescherte ihnen schönstes Reisewetter. Nach der Ankunft in Burghausen ging es zunächst zu Fuß weiter. Die Burg in Burghausen ist mit 1.051 Metern die längste Burganlage der Welt und besteht aus sechs Burghöfen.

In zwei Gruppen aufgeteilt, stiegen die Wissensdurstigen die Treppe zur Hauptburg hinauf und ließen sich von ihren Führerinnen ins 8. Jahrhundert zurückversetzen, in eine Zeit, als das Herzogtum Bayern im Osten neue Räume erschloss. Ein großer Teil der Bauten und der Charakter der Gesamtanlage stammen aus der Zeit als Residenz und Landesfestung der niederbayerischen Linie der Wittelsbacher, vor allem aus den Jahren um 1480 bis 1503. Vorbei ging es an Mauern, Zinnen und Türmen. Die Hauptburg liegt am südlichen Ende des Bergrückens, vom einzigen ebenerdigen Eingang zur Burganlage rund einen Kilometer entfernt. Durch Geschichten und Anekdoten, mit Fakten und Installationen werden die Besucher informiert. Die Gästeführer erklärten die Bedeutung der einzelnen Höfe der Burg, bis man schließlich zum Palas, dem eigentlichen Wohnbereich der herzoglichen Familie vordrang. Inmitten der meterhohen und -dicken Wehranlagen wurde den Mitfahrenden die Uneinnehmbarkeit dieser Burg eindrucksvoll gegenwärtig. Wer nach so viel Geschichte noch ein wenig in der Burganlage bleiben wollte und die vielen Treppen nicht scheute, konnte vom Dach aus einen imposanten Blick auf die Anlage und das Umland werfen. Tief drunten lockten der Wöhrsee, die Salzach und natürlich die Altstadt.

Wieder am Bus angekommen, ging es weiter nach Raitenhaslach. Wer noch fit und unternehmungslustig war, konnte die barocke Klosteranlage der Zisterzienser mit ihrer sehenswerten Kirche erkunden. Die anderen suchten gleich die gemütliche Klosterwirtschaft zum Mittagessen auf, wo man noch eine ganze Weile gesellig zusammensaß. Ausgeruht und gestärkt machten sich alle Teilnehmer auf den Weg zur Anlegestelle für die Plättenfahrt auf der Salzach. Auf den Plätten, den früheren Salzkähnen, wurde im Mittelalter das „weiße Gold” aus den Salinen von Hallein nach Burghausen transportiert. Trotz des Wasserstands und der schnellen Fließgeschwindigkeit der Salzach erlebten die Teilnehmer eine ruhige, angenehme Fahrt – und die Stadt aus einer der schönsten Perspektiven. Bei der Ankunft in Burghausen eröffnete sich ein unvergessliches Motiv, die prächtige Burganlage thronte wie eine Schutzfeste über der pittoresken Altstadt.

Von 15 bis 17 Uhr konnten die Reiseteilnehmer bei sommerlichem Sonnenschein Erkundungen durch die Altstadt unternehmen. Bemerkenswert sind die für das Inn-Salzach-Gebiet typischen und farbenfrohen Bürgerhäuser mit ihren über die Dachhöhe gezogenen Giebelmauern und reicher Fassadenzier. In den Grüben, einem Handwerkerviertel und der heutigen Flaniermeile Burghausens, wandelte man auf den als „Street of Fame“ angelegten 39 Reliefplatten, welche die Namen, Unterschriften und Lebensdaten legendärer Jazz-Musiker tragen, die bereits bei der internationalen Burghauser Jazzwoche ein Gastspiel hatten. An der Salzach und am Mautnerschloss wurde klar, dass die Stadt im Mittelalter durch den Salzhandel zu großem Reichtum kam, bevor sie Ende des 18. Jahrhunderts durch die Abtrennung des Innviertels an Bedeutung verlor.

Gestärkt durch Kaffee oder Eis traten die beeindruckten FC-Mitglieder von der Stadt an der Salzach den Heimweg an. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die Ausflugsteilnehmer nach Chamerau zurück und zeigten sich bezüglich der gelungenen Organisation sehr dankbar. Das Fazit: Es war wieder einmal ein wunderschöner Ausflug.

Vor dem Burgtor

Vor dem Burgtor stellten sich die Ausflügler zu einem Erinnerungsfoto auf. Foto: Schropp

 


Altere Einträge:

Jahreshauptversammlung 2015

Jahreshauptversammlung 2014

Jahreshauptversammlung 2013

Jahreshauptversammlung 2012

85-jähriges Gründungsjubiläum

Vorbericht 85-jähriges Jubiläum

Arbeitseinsatz am Sportgelände 2012

Maitagung 2012 zum Haidstein

Jahreshauptversammlung 2011

Pflasterarbeiten am Vereinsheimgelände

Jahreshauptversammlung 2010

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Festprogramm

 
 

 

12:30 Uhr Auslosung zum 4. Karl-Riederer-Gedächtnisturnier mit den Mannschaften des TSV Blaibach, FC Chammünster, FC Raindorf und des FC Chamerau. Die Siegerehrung findet im Rahmen des 85 jährigen Gründungsfestes statt. Ab 19.30 Uhr Festabend mit musikalischer Umrahmung!