Abteilungsgeschichte

Mit dem Eisstock umgehen, das mussten die Chamerauer nicht erst erlernen, sie mussten sich lediglich vom so genannten "Wildschießen" auf die vorgegebenen Regeln des Eissportverbandes umstellen. Unter dem Vorsitz von Walter Holzer und des damaligen Vorstandes des Hauptvereins Karl Riederer, wurde am 12. Januar 1973 die Eisstockabteilung des FC Chamerau ins Leben gerufen. Auf ersten Anhieb meldeten sich zur Gründungsversammlung 18 interessierte Eisstockschützen.Der Startschuss viel somit vor 37 Jahren.

Die ersten Vorstandswahlen ergaben folgendes Ergebnis:

1. Vorstand: Walter Holzer      2. Vorstand: Georg Glonner

1. Kassier: Hermann Schropp   1. Schriftführer: Josef Nachreiner

Die Gründungsmitglieder

Grndungsmitglieder

 Michael Strobl , Ludwig Schmid, Hans Gruber, Josef Nachreiner, Hermann Schropp, Erwin Riederer, Ludwig Kreutner , Karl Riederer , Georg Glonner, Max Gruber, Johann Riederer, Walter Holzer, Josef Holzer, Willi Kappenberger, Peter Mühlbauer, Josef Speckner fehlt. Karl Wanninger und Karl Ellmaurer verstorben.

Schnell hatten sie sich in dieser Umgebung etabliert und ihren Bekanntheitsgrad erweitert. Sogar in der höchsten bayerischen Liga, der Bayernliga, waren Mannschaften des FC Chamerau vertreten. Ähnlich erfolgreich wie im sportlichen Bereich war man auch bei der Schaffung von Stätten für die Sportausübung. Vom Natureis auf der Schönberger-Insel und dem Regen - Seitenarm führte der Weg über asphaltierte Bahnen im Schulhof bis zu den modernen jetzigen Anlagen auf der Regeninsel.

Das alles war von Anfang an nicht einfach. Ein verhältnismäßig rascher Erfolg in allen Bereichen beruhte auf Kameradschaft und großem Einsatz. Bereitschaft für gemeinsame Projekte, von deren Ergebnis viele Dinge heute zeugen. Schwierig war es vor allem am Anfang,  einen Sportbetrieb auch nach der "Eiszeit" zu ermöglichen. An Aktiven mangelte es eigentlich nicht, sie nahmen bereits  viele Einladungen von auswärts an,  etwa in Schwandorf oder Zwiesel, Teublitz, Regensburg und Bruck, in Amberg schnupperten sie bereits Eisstadionluft.  Das erste Turnier bestritten in Bodenwöhr beim Kreispokal die Schützen: Walter Holzer, Josef Holzer, Erwin Riederer, Georg Glonner und Peter Mühlbauer. Unter 21 Mannschaften errangen sie den 14. Platz.

Der erste Aufstieg  von der B-zur A-Klassegelang bereits am 12. Januar 1974 in Rötz,  beteiligt waren die Schützen Hans Gruber, Walter Holzer, Karl Riederer und Michael Strobl.

Beim Gründungsturnier am 2.2.1974 auf dem Schönbergerweiher in Hörwalting traten 45 Mannschaften aus Niederbayern und der Oberpfalz an.

Die erste Mannschafts-Vereinsmeisterschaft auf Eis  wurde am 31. Januar 1975 im Regennebenarm durchgeführt als Sieger ging die Mannschaft mit Johann Gruber, Max Gruber, Hans Riederer und Walter Holzer hervor.

Michael Strobl  wurde erster Vereinsmeister im Ring und Stockschießen.

Ende 1975 konnte die Abteilung bereits 4 Mannschaften  zum Verbandsspielbetrieb melden, 1976 waren es schon fünf, erstmals mit  einer Jugendmannschaft und einer AH-Mannschaft. Das Eröffnungsturnier konnte am 31. Januar mit 45 Mannschaften auf der Schönberger-Insel gestartet werden. Schon 1976 wurde der Aufstieg in die Bezirksliga nur knapp verpasst der aber dann zusammen mit dem Gewinn der Landkreismeisterschaft gelang.

Auf dem Parkplatz beim Haus des Gastes richtete die Abteilung am 17. Juni 1977 die erste Mannschafts-Vereinsmeisterschaft auf Asphalt aus. Sieger wurden Hermann Schropp, Erwin Riederer, Josef Nachreiner und Josef Holzer. Fünf Mannschaften waren am Start .

Zum 50 jährigen Gründungsfest des FC Chamerau richtete die  Abteilung am 17./18. Juni 1977 ebenfalls auf den Parkplatzbahnen Ihr erstes Sommerturnier mit 21 auswärtigen Mannschaften aus.

1979 wurde ein dritter Platz bei der Landkreis-Olympiade erreicht. Die zahl der Turniereinsätze nahm ebenso rasch zu, wie die der Aktiven, 1979 waren es 35.

Das größte Turnier auf Eis richtete die Abteilung am 14. Februar 1979 auf dem Regennebenarm mit 60 Mannschaften aus. Als Sieger ging nach 7 Stunden Wettkampf  der SV Neubäu vom Eis.

Besondere Erfolge wurden in den folgenden Jahren erzielt, 1980 mit dem Aufstieg in die Landesliga, 1981 mit dem zweiten und 1986 mit dem dritten Gewinn der Landkreismeisterschaft und 1982 dem Aufstieg in die Oberliga, der sie 1998 in der Sommer-und Wintergruppe angehörte.

Im gleichen Jahr geht auch der Kreismeisterpokal  in den endgültigen Besitz der Chamerauer über. Erwähnenswert auch die Teilnahme der AH-Mannschaft im Jahre 2001 am Bayernpokal, zudem der zweite Platz bei einemTurnier in Untertraubenbach am 11. August 2001 hinter der Nationalmannschaft, der mit dem "Gläsernen Eisstock" belohnt wurde.

Im Januar 2000 dann der bisherige Höhepunkt der Geschichte der Eisstockabteilung, der Aufstieg als Vizemeister der Oberliga in die Bayernliga, der dritthöchsten deutschen Liga.

 2002 gewann man die Landkreismeisterschaft Winter. Nachdem die Stockbahnen auf einem geteerten abschüssigen Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur Schule wegen des geplanten Erweiterungsbaues der Volksschule benötigt wurden, musste dieser Platz aufgegeben werden. Pläne für einen Neubau von 5 Sommerstockbahnen auf der Regeninsel wurden entworfen und in die Tat umgesetzt. Bereits am 18. Juli 1983 konnte die neue Anlage mit fünf Bahnen eingeweiht werden.

Die neuen Stockbahnen wirkten sich positiv auf den gesamten Sportbetrieb aus. Durch weitere, recht farbenfrohe Massnahmen auf den Bahnen, die der Verein finanziert hat, ist so eine der bahnenmäßig besten und am schönsten gelegenen Stocksportanlagen im weiten Umkreis entstanden. Zudem haben die Mitglieder ihren "Treffpunkt" in Eigenregie vielfach verbessert. Gelegentlich gestattete der Regeseitenarm manchmal auch noch zusätzlich im Winter die Durchführung von Turnieren oder Meisterschaften.                                             

Bei der 1. Dorfmeisterschaft Winter 1984 stellte die Landjugend den Sieger. Der Meistermannschaft gehörten folgende Schützen an: Max Dendorfer, Manfred und Martin Purschke sowie Willi Baumgartner.

Auf den neuen Bahnen stellte die AH - Fußballabteilung den ersten Dorfmeister auf Asphalt am 16. August 1984 mit den Schützen Peter Mühlbauer, Theo Irrgang, Leo Strobl und Hans Riederer.

Die Aktiven waren jetzt während des ganzen Jahres "im Einsatz" und nahmen sich zusätzlich außerdem um die Ausrichtung der Eisstock-Gemeindemeisterschaften an. 2008 gab es wieder einen besonderen Erfolg mit dem Gewinn der Landkreismeisterschaft zu feiern.

 mitglieder1996

                                            Die Abteilungsmitglieder 1996

Hintere Reihe v.l. Erwin Riederer, Erwin Dendorfer, Klaus Irrgang, Alfred Kastl, Marco Miedaner, Franz Breu, Peter Mühlbauer, Max Haberl.                                                                                                                                                                                          

Zweite Reihe: Egon Schuster, Bernhard Glonner, Ludwig Schmid, Hans Dendorfer, Hans Riederer, Josef Brey.                           

Vordere Reihe stehend: Willi Roider, Heiner Mayer, Theo Feil, Willi Kappenberger, Karl Kappenberger, Christian Drexler †.  

Vorne: Rudolf Greil, Sepp Nachreiner, Hans Gruber, Gerhard Riederer, Hermann Schropp, Walter Dietl, Martin Burkhardt.

Es fehlen: Walter Holzer, Max Hintereder, Siegfried Speckner, Armin Pritzl, Wolfgang Winter, Georg Glonner, Sepp Speckner.

 Ein besonderes Markenzeichen sind die langen Aktivenzeiten und eine sehr konstante Führungsspitze der Abteilung. Dabei gab es nicht nur Höhen im Verein, sondern auch Tiefen. Schwer getroffen hat uns das Hochwasser 2002, das Spuren der Verwüstung auf den Bahnen und im Vereinsheim zurückließ. Und wieder bezwang mann die Krise. Die Bahnen wurden 2007 mit dem neuen Splitmatixbelag erneuert und die Anlage erfuhr durch einen überdachten Sitzbereich eine zusätzliche Bereicherung. Viele Mitstreiter aus der Gründerzeit sind verstorben oder vom Eisstockschießen "auf die moderne Art" nicht mehr recht begeistert. Ganz düster sieht es mit dem Nachwuchs aus. Jugendliche aus der Region spielen erfahrungsgemäß viel lieber Fußball.

Die Abteilung hat 2010 acht Mannschaften im Spielbetrieb und muss im Jahr zirka 70 bis 80 Turniere bestreiten. Die meisten Turniereinsätze seit der Gründung 1974 hat Hans Riederer mit 1037 gefolgt von Josef Nachreiner mit 905, Willi Roider 576, Hans Dendorfer 565, Peter Mühlbauer 555 und Hans Gruber mit 538 Einsätzen.